chronik


Kurioses aus über 80 Jahren Vereinsgeschichte

 Dies ist eine uralte Norheimer Postkarte

 

Alle 32 Männer, die am 19.04.1920 im Lokal "ZUR KRONE" den

MGV Lyra gründeten, sind verstorben, doch der Verein konnte

bereits im Jahr 1995 sein 75. Vereinsjubiläum feiern. An dieser Stelle

nun Kurioses, was die Entwicklung des Vereins begleitete :

                                    MGV Lyra im Jahre 1965

 

  • Im Jahre 1923 konnte der Verein eine Vereinsfahne anschaffen, die sich heute noch im Fahnenschrank, welcher von Schreinermeister Ferdinand Pieroth zum Preis von 40 Reichsmark geschaffen wurde, befindet.
  • Gegenüber der heutigen besseren Finanzlage befand sich der Verein früher in prekärer Finanzlage. Zum Beispiel von Januar 1933 bis März 1933 hatte man eine Einnahme von 68,10 Reichsmark und Ausgaben von 41,35 Reichsmark zu verzeichnen, sodaß nur ein Überschuss von 26,75 Reichsmark dem Verein blieb. Die damaligen Veranstaltungen brachten auch nur geringe Erträge.
  • Am Sonntag, dem 05.08.1934 fand im Garten von Josef Witt ein Sommerfest mit Kinderbelustigungen statt. Abends wurde im Saal ein Ball durchgeführt. Als Eintrittspreise für nachmittags wurde für Erwachsene sowie für Kinder ab 6 Jahren 10 Pfennige und am Abend ein Tanzgeld von 66 Pfennigen erhoben. Zur Belustigungskommission wurden Jakob Kadisch, Nikolaus Horl, Valentin Jung, Karl Krämer und Walter Jakobi bestimmt. Als Tanzordner fungierten Heinrich Jung, Hans Brosius und Friedrich Jakobi.
  • In großer finanzieller Not war der Verein, als er am 05.11.1934 durch den Deutschen Sängerbund aufgefordert wurde, bis zum 05.12.1934 22,95 Reichsmark an rückständigen Beiträgen zu zahlen. Andernfalls würde dem Verein die "Ausweiskarte" zum öffentlichen Auftreten nicht ausgehändigt. Da der Verein im Jahre 1934 keine höheren Auslagen bestreiten konnte, blieb die bisherige "Dirigentenbesoldung" von 3,50 Reichsmark pro Gesangsprobe bestehen.
  • Bei einem Werbekonzert am Nachmittag des 06.01.1935 reichten die Einnahmen gerade zur Bezahlung des Dirigenten.
  • Die früheren Zusammenkünfte der Mitglieder, die fast monatlich stattfanden, waren fast immer längere "Tagungen". So beispielsweise die Generalversammlung am 27.01.1935, die erst am Morgen um 3 Uhr 15 geschlossen werden konnte.
  • Erstmals konnte die Vereinsfahne am 11.04.1937 bei der Provinzial Versicherungsanstalt in Düsseldorf versichert werden.
  • Beim Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 kam das Vereinsleben zum Erliegen. Nach Wiederzulassung der Vereine durch die fanzösischen Militärbehörden kam es am Samstag dem 03.12.1949 im Vereinslokal "Josef Witt" zur Wiederaufnahme des Vereinslebens. Damals trugen sich 50 Mitglieder in die Vereinsliste ein.
  • Am 01.01.1950 erfolgte in der Monatsversammlung nach langer Diskussion erstmalig eine Aufnahme von Frauen als passive Mitglieder in den Verein. Der monatliche Beitrag von Frauen wurde auf 30 Pfennig festgelegt.
  • Seit der Wiederaufnahme der Sängertätigkeit 1950 trat der Männergesangverein Lyra über 500 Mal an die Öffentlichkeit durch Konzerte und sonstige Veranstaltungen.
  • Der Verein wurde am 26.04.1970 erstmals in das Vereinsregister eingetragen.
  • Auch erstmals in der Vereinsgeschichte überhahm am 06.04.1991 eine Frau den Vereinsvorsitz bis zum 26.03.1993. Seit dieser Zeit bis zum heutigen Tage steht Heinz Ott dem Verein vor.

Oben : Der Chor im Jahre 1995

Hier nun die Gründer des Vereins / Gründungsversammlung 1920

Heinrich Adam, Hans Brosius, Johann Gebhard, Jakob Hausmann, Karl Huf, Albert Gerber, Valentin Jung, Georg Klein, Franz Singer, Georg Weber, Peter Driesang, Nikolaus Brosius, Nikolaus Fickinger, Wilhelm Höling, Adam Freudenberger, Friedrich Jakobi, Jakob Kadisch, Franz Kruger, Phillip Schappert, Peter Beisiegel, Johann Driesang, Karl Dalkner, Nikolaus Horl, Johann Freudenberger, Bernhard Jung, Friedrich Kirsch, Jakob Kadisch2 und Adam Schäfer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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